Braucht die Wissenschaft mehr Marketing? #fwk2012

Mir fällt es offen gestanden etwas schwer einen Rückblick zum diesjährigen Forum Wissenschaftskommunikation zu verfassen. Nicht, weil ich nicht auch in diesem Jahr wieder Bekannte und viele neue und nette Menschen kennengelernt hätte, und auch nicht, weil ich nicht auch viele interessante Gespräche geführt hätte. Vor allem fällt es mir schwer, weil all dies eigentlich nicht viel mit dem Inhalt dieser Veranstaltung zu tun hat.

 

Shakehands, aber keine Kratzspuren am Prüfstein

Wie sich ja recht eindeutig aus meinen Tweets in der letzten Woche erkennen lassen konnte, war ich von Dienstag bis Donnerstag beim Forum Wissenschaftskommunikation des WiD in Köln zugegen. Das Forum hatte sich unter dem Titel “Zwischen den Stühlen: Wissenschaftskommunikation im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft” vorgenommen, der Frage nachzugehen “…in welchen Spannungsfeldern Wissenschaftskommunikation stattfindet, wie sie von verschiedenen Gruppen beeinflusst wird und wie die Wissenschaftskommunikatoren dieser Situation begegnen.”

Es wurde von den Teilnehmern des Forums – darunter Wissenschaftsjournalisten, Presse-Referenten, Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit in Wissenschaftsorganisationen, Hochschulen und Messen, aber auch Wissenschaftler – sogar versucht in Plenarvorträgen, Sessions und Diskussionen Antworten auf diese Frage zu geben. Die Qualität bzw. die Art und Weise dieser Antworten war für mich persönlich aber großteils erschreckend. Denn mein persönlicher Eindruck war, nachdem ich das Forum 2010 ausgelassen hatte, dass nach wie vor über dieselben Dinge in der selben Art und Weise diskutiert wurde. Ich will gar nicht allzu sehr ins Detail der einzelnen Vorträge gehen, vieles wurde auch schon bei Kollegen geschrieben, einige Punkte will ich aber doch kurz festhalten.

 

Online-Befragung zur Wissenschaftskommunikation in Deutschland

Heute bin ich über den Twitter-Account des Deutschen Fachjournalisten-Verbands auf die frisch veröffentliche Studie des DFJV zur Wissenschaftskommunikation in Deutschland gestoßen, die sich in der Pressemeldung vollmundig mit der Überschrift “Der Weg aus dem Elfenbeinturm: Wissenschaft kommunizieren” ankündigt. Besagte Studie wurde vom DFJV finanziert und am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) der Universität Bielefeld durchgeführt. Genauer gesagt führte das Team Pansegrau/Taubert/Weingart/Förster eine Online-Befragung unter “…7.460 Wissenschaftler aus den übergeordneten Wissenschaftsbereichen Natur-, Lebens-, Ingenieur-, Geistes- und Sozialwissenschaften…” durch, wie u.a. aus der Pressemeldung und der Studie zu lesen ist. Die Studie kann über die Seiten des DFJV als PDF heruntergeladen werden – was ich mal getan habe, um sie mir genauer anzuschauen.

 

WWW.Wissenschaft.Und.Kommunikation

Alle paar Wochen wieder versuche ich mir einen Überblick über Bewegungen in der Blogosphäre mit besonderem Blick auf das Thema Wissenschaftskommunikation zu verschaffen. Ich verlinke ja hin und wieder einmal auf Beiträge, auf die ich in Blogs stoße. Mit diesem Beitrag möchte ich aber mal ein wenig genauer meine Quellen zum Thema vorstellen Blog – sozusagen mein eigenes Blogradar Wissenschaft(s)kommunikation.Warum also nicht mal öffentlich und an dieser Stelle? Probieren wir es doch mal – here we go.

 

Trendstudie zu Wissenschaftskommunikation

Der Original-Post ist im Blog [sic] Science & Innovation Communication erschienen.

Welche Ziele, welchen Selbstanspruch und welche Perspektiven hat die deutsche Wissenschaftskommunikation heute – nach vier Jahrzehnten? Droht ihr beispielsweise durch “Social Media” eine Reduzierung auf 140 Zeichen, oder kommt es endlich zu dem lang ersehnten, vertrauensbildenden Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Was heißt das für die Veränderungsbereitschaft der Bevölkerung gegenüber neuen Technologien? Machen Blogs den Wissenschaftsjournalismus überflüssig? Oder kommt ihm vielmehr als investigative Instanz eine neue Rolle zu? Muss vielleicht die Wissenschafts-PR künftig mehr “verführen” als “informieren”?

Solchen Fragen geht die „Trendstudie Wissenschaftskommunikation” nach (http://www.wk-trends.de), unter anderem in sechs Umfragen für Branchenvertreter aus Journalismus und PR, Bildungs- und Eventbereich sowie natürlich für Wissenschaftler und Kommunikationsforscher.

Die Ergebnisse werden auf dem „Forum Wissenschaftskommunikation” von Wissenschaft im Dialog WiD am 1. Dezember präsentiert.

Die Umfrage nimmt in etwa 5-10 min in Anspruch. Unter den Teilnehmern der einzelnen Studienabschnitte werden dann iPods der neuesten Generation verlost.

Weitere Informationen zur Trendstudie findet man unter:
http://www.wk-trends.de

Direkter Link zur Umfrage:
http://wk-trends.limequery.net/index.php?sid=27188〈=de

Tweets zu den Zwischenergebnissen:
http://twitter.com/innovisions

Die (Zwischen-)Ergebnisse der Studie werden dann bei ScienceBlogs diskutiert: http://www.scienceblogs.de/sic/

Weitere Information zum Forum Wissenschaftskommunikation findet man auf den Seiten des WiD:
http://www.wissenschaft-im-dialog.de/wissenschaftskommunikation/forum-wissenschafts-brkommunikation.html

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Herzlich Willkommen!

Das Verhältnis von Wissenschaft und Teilsystemen der Gesellschaft (Öffentlichkeit, Medien, Industrie etc.) ist vielschichtig und oftmals kompliziert. Wissenschaftskommunikatoren steht heutzutage eine ganze Batterie von Instrumenten zum Zwecke der Erzeugung von Aufmerksamkeit zur Verfügung. Die Wahl des Instruments ist jedoch oftmals keine leichte, zumal permanent neue Instrumente hinzukommen können.

Im Rahmen meiner Arbeit, sowie meines Studiums beschäftige ich mich mit dem weitläufigen Feld der Wissenschaftskommunikation mit besonderem Augenmerk auf die Wissenschafts-PR. In diesem Blog möchte ich zukünftig grundsätzliche wie auch aktuelle Entwicklungen auf diesem Gebiet sammeln und diskutieren.

Neben die klassischen Rollen der Wissenschafts-PR als Wissensvermittler für die breite Öffentlichkeit (einem eher aufklärerischem Auftrag) und als Schnittstelle zum Wissenschaftsjournalismus tritt zunehmend auch ein wertschöpferischer Auftrag in Form eines kontinuierlichen Dialoges mit den verschiedenen Bezugsgruppen von Wissenschaftskommunikation. Insbesondere die angewandte Forschung dürfte ein spezielles Interesse daran haben ihre Aktivitäten und Erfolge, aber auch ihren Bedarf an neuen Kooperationen und finanzieller Forschungsförderung auf Basis einer konzeptionellen und methodischen Kommunikation darzustellen.

Die sich verschärfenden Rahmenbedingungen des Wettbewerbs, ein wachsender Bedarf an Fördermitteln, sowie eine stetig voranschreitende Internationalisierung im FuE-Bereich beeinflussen die Gestaltung dieser Kommunikation. Die damit beauftragten Abteilungen und Kommunikatoren stehen entsprechend unter dem Druck die geeigneten Mittel und Wege zu identifizieren und sinnvoll zu nutzen. Eine zunehmende Professionalisierung dürfte sich daher abzeichnen…

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