Open Access als (Nischen)thema beim sogenannten Zukunftsdialog

Die Ergebnisse des im Februar gestarteten Zukunftsdialogs der Kanzlerin liegt nun in einem Abschlussbericht vor, den die ehrenamtlich beteiligten Fachleute am 28. August im Kanzleramt vorgelegt haben. Im Kern ging es bei dieser politischen Veranstaltung um die drei großen Fragen “Wie wollen wir leben? Wovon wollen wir leben? Wie wollen wir lernen?”. Parallel zum Bürgerdialog fand bereits seit 2011 ein Expertendialog statt, der gemeinsam mit dem Bürgerdialog in konkrete Vorschläge zusammenfließen sollte.

 

Wissenschaft muss man früh (und verständlich) erklären…

Eine berufliche Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung schien lange Zeit ein eher seltener Wunsch gewesen zu sein, ein leicht außergewöhnliches Berufsziel für junge Menschen. “In Deutschland kommen auf einen Ingenieur über 55 Jahre nicht einmal ein Junger unter 35 Jahre. In fast allen Industrieländern ist das Verhältnis mindestens zwei Junge auf einen Älteren.”, so der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in seiner 2009’er Publikation “Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen”. Die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) schien lange Zeit an Attraktivität verloren zu haben. Ob dafür nun gesellschaftliche Veränderungsprozesse wie gewandelte soziale Milieus, ein überfordertes Bildungssystem, oder aber grundlegende Einstellungsänderungen zu Technik und technologischem Fortschritt (bzw. seiner Unübersichtlichkeit) verantwortlich sind, sei einmal dahingestellt. Mittlerweile haben jedoch die meisten Akteure – angefangen von der Bundesregierung, über große Initiativen wie der MINT-Initiative, bis hin zu Unternehmen – die Wichtigkeit dieses Themas erkannt, oder aber erkennen müssen (Stichwort drohender Fachkräftmangel). Entsprechend sind bereits einige Aktionen (wie z.B. die Fraunhofer-Talent-School) geschaffen worden, die interessierten Menschen einen Einblick in die Welt der Wissenschaft und Technik ermöglichen sollen.