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Danke Astrodicticum Simplex!

Mein Feedreader liefert seit vielen Jahren den größten Bestandteil in meinem Medienmix1.

Ein fester Feed, den ich nie mehr missen möchte, ist das Blog Astrodicticum Simplex von Florian Freistetter. Anfang September 2008 fanden Florians Beiträge in meinen Feedreader.

Kürzlich habe ich mich zwischendurch mal gefragt, wie viele Beiträge ich mittlerweile von ihm2 gelesen habe. Also stellen wir doch mal eine kleine Rechnung an.

Im Archiv auf der Website des Blogs kann man die Anzahl der Beiträge bis April 2008 zurückverfolgen. Ich hab das mal in einer .csv zusammengefasst. Hier also folgende Annahmen:

  • Seit ich das Blog lese, also seit September 2008, sind insgesamt 4278 Blogbeiträge erschienen3. Das macht im Schnitt ca. 53 Blogbeiträge pro Monat. Alle Achtung Florian!
  • Ich nehme an, dass ich etwa 75% davon wirklich gelesen habe. Macht also etwa 3208 Blogbeiträge die ich gelesen habe.
  • Ich nehme weiterhin an, dass ich im Durchschnitt ca. 7 Minuten mit dem Lesen verbringe. Ich habe das in den letzten beiden Wochen mal versucht im Auge zu behalten. Manchmal verbinge ich mehr Zeit damit, manchmal weniger – das hängt von der Länge und Komplexität des Artikels ab, aber auch von den Kommentare durch die auch ab und an mal stöbere. Legen wir also 7 Minuten pro Artikel zugrunde, habe ich wohl insgesamt 22456 Minuten mit dem Lesen verbracht.

Macht alles in allem etwa 15,6 Tage Lebenszeit die ich Florian als Aufmerksamkeit gespendet habe.4

Oder anders formuliert: Ich habe insgesamt 15,6 Tage Bildung genossen die mir Florian durch sein Blog hat kostenlos zuteil werden lassen. Und das sind nur die Stunden, die ich lesend „über“ seinem Blog verbracht habe. Dazu kommen noch etliche Tage, ach wahrscheinlich Wochen, die ich als Hörer seiner Sternengeschichten, oder als Leser seiner Bücher verbracht habe.

Neben der Befriedigung meiner eigenen Neugier, nehme ich das einfach mal als Anlass Dir, Florian, danke zu sagen, denn Du dürftest damit nicht unerheblich zu meiner Bildung in Sachen Astronomie beigetragen haben5. Also, in der Hoffnung auf unzählige weitere Tage:

DANKE!!!!


  1. Ja, doofer Begriff, ich weiß. 
  2. Natürlich auch inklusive der GastbloggerInnen, die seit einiger Zeit dann zum „Einsatz“ kommen, wenn Florian mal in die Pause geht. 
  3. Ohne den aktuellen Juni. 
  4. Seit Ende 2010 lasse ich ihm nicht nur Aufmerksamkeit zuteil werden, sondern werfe ihm auch über Flattr etwas in den Hut. Solltet Ihr auch tun. 
  5. Und befindest Dich neben Sagan, Hawkings, Thorne, Ferris, und auch Lesch in bester Gesellschaft. 
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Geburtstag!

Schauen wir doch mal was an meinem Geburtstag so in der Wissenschaftswelt passiert ist. Die Wikipedia sagt:

  • 1811: Die Philosophical Transactions of the Royal Society dokumentieren einen Beitrag von Humphry Davy über Experimente im Vorjahr. Er kommt danach zur Erkenntnis, dass Chlor ein eigenes chemisches Element sei.
  • 1832: Eine englische Antarktis-Expedition unter John Biscoe entdeckt die dem Grahamland auf der Antarktischen Halbinsel vorgelagerten Inseln.
  • 1947: Sofortbildkamera (Modell von 1957)
  • 1902: Harvey Cushing führt seine erste Gehirnoperation durch.
  • 1946: Gründung der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V., Bauforschungsinstitut der Bundesrepublik Deutschland, in Kiel.
  • 1947: Der Physiker Edwin Herbert Land stellt in New York gemeinsam mit der Firma Polaroid die erste Sofortbildkamera vor.

Und sonst so?

  • Karl Marx und Friedrich Engels publizieren Ihr The Communist Manifesto im Jahr 1848.
  • Das erste Telefonbuch der Welt wurde 1878 in New Haven, Connecticut herausgegeben.
  • The New Yorker erscheint mit der ersten Ausgabe im Jahr 1925.
  • Der Bayerische Rundfunk veröffentlicht 1962 die erste Episode der Hörspielreihe Meister Eder und sein Pumuckl mit Hans Clarin als der Pumuckl-Sprecher.
  • 1986 erscheint mit The Legend of Zelda das erste Spiel der Legend of Zelda Reihe in Japan – damals noch auf dem Famicom Disk System.

Fazit: nicht gerade der ereignisreichste Tag der menschlichen Geschichte. So mag ich es auch.

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Mein veränderter Medienkonsum bzw. Mediennutzung

Mir fällt in letzter Zeit (insbesondere seit ein paar Wochen) vermehrt auf wie stark sich mein Medienkonsum, aber auch meine Mediennutzung in den letzten 1,5 Jahren (geschätzt) verändert hat.

Ein Großteil meines Medienkonsum machte schon immer der Konsum von Blogs (derzeit über 400 Abonnements) und Podcasts (derzeit ungefähr 140 Abonnements) aus. Beides abonniere ich als RSS-Feeds. Blog-Feeds laufen bei mir als RSS in Feedbin auf, um gelesen und geteilt zu werden, was für mich verlässlich funktioniert. Die Podcasts-Feeds laufen bei mir immer mal wieder in unterschiedliche Podcast-Clients, aber in der Regel nutze ich (eher frustriert als zufrieden) Instacast. Der Konsum von Blogs und Podcasts macht tatsächlich gut 80% meines gesamten Medienkonsums aus.

Bis 2013 habe ich auch ziemlich intensiv Twitter und Facebook genutzt, 2013/14 kam dann App.net hinzu. Hier hat sich einiges verändert. Twitter konsumiere ich zu 90% lesend und wenig schreiben (im Vergleich zu früher) – insgesamt macht Twitter noch gefühlte 20% meines Medienkonsums aus. Facebook nutze ich nur noch selten, App.net nutze ich so ziemlich gar nicht mehr.

Solche Medien die man landläufig eher als klassische Medien bezeichnen würde, konsumiere ich tatsächlich nur noch selten, habe aber nie das Gefühl unterinformiert zu sein. Ich konsumiere noch ein paar journalistische/wissenschaftsjournalistische Projekte wie bspw. das Wissenschaftsmagazin Substanz oder wissenschaftliche Journale wie PeerJ.1 Wenn machbar und von diesem Magazinen/Journals angeboten laufen auch hier die für mich relevanten Themen per RSS in den Reader.

Auch die Produktion eigener Podcasts habe ich zurückgeschraubt und betreibe derzeit aktiv nur noch die Formate Open Science Radio und Phonolog. Dafür blogge ich wieder aktiver auf diesem Blog, bzw. auch auf Offene Wissenschaft.

Es ist mir ehrlich gesagt zu anstrengend zu analysieren welche Gründe da im einzelnen dahinterstecken, aber zumindest ansatzweise kann ich mir das Ganze recht gut erklären:

  • Blogs und Podcasts via RSS: hier ist meine Nutzung gleichbleibend hoch (oder sogar tendenziell steigend), weil ich es einfach liebe Themen aufbereitet zu bekommen, (teils) scharfe Analysen und Meinungen anderer schlauer Leute zu hören.2 Die Lieferung als RSS ist für mich seit über 10 Jahren die komfortabelste Art mein eigenes News-Mag zusammenzustellen.
  • Twitter: hier hat meine aktive (ergo schreibende) Nutzung besonders aufgrund zweier Gründe stark nachgelassen. Zum einen ist mein Zeitkontingent um Twitter zu folgen berufsbedingt vehement heruntergegangen. Zum anderen ist es mir aufgrund des Umgangs miteinander, aber auch der diskutierten Themen oftmals zu anstrengend.3 Dennoch gibt mir Twitter doch noch etliche Male wertvolle Infos – besonders auch in Form von Feedback meiner Fragen.
  • Facebook: neben meinem geschrumpften Zeitkontingent, gibt es sicher viele kleine Gründe warum ich Facebook mehr und mehr aus meiner privaten wie beruflichen Nutzung verloren habe – darunter technische (wie nervige Interfaces und kaum mehr kontrollierbare Timeline4), wie auch soziale.
  • App.net: habe ich mittlerweile nahezu vollständig verdrängt – vielleicht am ehesten aufgrund eines psychologischen Aspekts: ein Service dessen Entwicklung eingestellt ist, kommt mir merkwürdig vor und fühlt sich in der Nutzung nicht mehr gut an.
  • eigenes Podcasting: hier habe ich einige Projekte dauerhaft auf Eis gelegt, mir fehlt schlichtweg einfach die Zeit.
  • eigenes Bloggen: hier versuche ich bei aller Zeitnot wieder aktiver zu werden. Das eigene Schreiben hilft mir beim Verfassen von Gedanken, Ideen, Kritik etc. – vor allem aber ist es eine virtuelle Gedächtnisstütze (insbesondere Offene Wissenschaft).

Wie gesagt, weitergehend habe ich das Ganze nicht analysiert und habe dazu auch wenig Lust. Schlecht anfühlen tut sich die Entwicklung jedenfalls nicht.


  1. alles abseits dessen, was ich beruflich lesen muss/kann/soll. 
  2. zugegeben ist hier natürlich eine Reihe von Angeboten enthalten, die eher unterhaltend als informativ sind, wobei die Trennlinie hier selten wirklich trennscharf zu ziehen ist. 
  3. Ja, ich weiß, dass das von meiner eigenen Filterbubble abhängt. Und ja, ich weiß wie man Diskussionen mutet. Next. 
  4. Wenn es denn spannende Diskussionen gibt, entgehen mir diese mitunter, weil sie nicht mehr in meiner Timeline auftauchen, oder verschachtelt an mir vorbei ziehen.