Digitale Medien im Promotionsprozess

Digitale Medien sind sicher – zumindest in meinem Leben – immer für eine Ablenkung gut; Prokrastination hört sich an der Stelle immer so böse an. ;-) Aber digitale Medien können sicher noch viel mehr als meinen Drang nach Eskapismus zu bedienen, eventuell sind sie sogar äußerst nützlich. In der Tat sind die Angebote, die ich beispielsweise nutze, viel mehr als nur Entertainment für mich. Mittlerweile sind Tools der digitalen Medien für mich unerlässlich als Informationszugang, Newsversorgung und Kontaktschnittstelle zu anderen Menschen. Und hilfreich sind sie sicher auf für andere, z.B. Doktoranden.

Sandra Hofhues, mittlerweile wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HAW Hamburg in der Fakultät für Wirtschaft und Soziales beschäftigt sich derzeit in einem Projekt mit dem Einsatz digitaler Medien im Promotionsprozess und führt aktuell eine Befragung dazu durch, die Doktoranden aller Fachrichtungen hier unterstützen können.

Geplant ist ein zweistufiges Vorgehen. Nach Abschluss der ersten Befragung wird sich daher ein unabhängiges Abfragefeld öffnen, in dem man E-Mail-Adressen eingeben kann.

Hier findet sich doch bestimmt jemand, der gewillt ist 10min für die Forschung zu “opfern”? Danke für die Unterstützung!

Wissenschaft im Zukunftsdialog

Die Möglichkeiten zur direkten Beteiligung an Abstimmungsprozessen (oder, seltener, an Entscheidungsprozessen) findet man mittlerweile recht häufig, auch in Deutschland. Selbst die deutsche Politik hat das Thema für sich entdeckt und es finden sich vielfältige Angebote – angefangen bei Bürgerhaushalten, über externe Angebote wie Abgeordnetenwatch.de, parteizentrierte Plattformen (z.B. Liquid Feedback der Piraten) und Youtube-Fragen an die Kanzlerin, bis hin zum neuen Zukunftsdialog der Bundesregierung. Bei nicht allen Angeboten ist immer gleich klar, welchen Sinn und Zweck dahinterstehen und ob wirklich Ergebnisse am Ende des Aufwands stehen, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Bei dem kürzlich gestarteten Dialog über Deutschlands Zukunft geht es vor allem darum die Bürger bei der Diskussion über die Zukunft Deutschlands teilhaben zu lassen und ihnen zumindest das Gefühl zu geben, sie könnten sich durch eigene Vorschläge an den Überlegungen der Bundesregierung beteiligen. Im Bundesregierungssprech klingt das dann so:

Mit dem Zukunftsdialog hat die Bundeskanzlerin eine neue Art von Beteiligung geschaffen, wie sie in Deutschland bislang noch nicht stattgefunden hat. Es geht um eine neue Kultur des Zuhörens und eine neue Form des Dialogs. Der Zukunftsdialog ist ein Experiment, das stark auf den Prozess des gemeinsamen Arbeitens und Diskutierens setzt, Fehler bewusst zulässt und vor allem eines im Blick hat: das Hinzulernen. Konsenspapiere und klassische Kommissionsberichte sind nicht vorgesehen.

Auch bei diesem Experiment werden wir sehen, wohin die Sache führt, denn bisher sind sowohl die eingereichten Vorschläge, als auch die Bewertungen der Vorschläge zahlenmäßig noch verhalten, wenn auch nicht desillusionierend wenig (derzeit gibt es in den 3 Themenfeldern knapp unter 2900 Vorschläge). Davon aber einmal abgesehen, möchte ich an dieser Stelle besonders auf zwei Vorschläge im Wissenschaftskontext hinweisen und darum bitten diese zu unterstützen:

ScienceBlogger Christian Reinboth hat bereits sehr früh Vorschläge eingebracht und fordert:

Ihr könnt diese Vorschläge unterstützen, leider nur indem Ihr Eure Stimme dafür abgebt oder/und kommentiert. Bisher haben die Vorschläge übrigens 1405 und 814 Stimmen. Zu letzterem Vorschlag und der Arbeitssituation der Nachwuchswissenschaftler kann ich übrigens die kürzlich erschienenen Text von Florian Freistetter und Markus Dahlem empfehlen.

Parallel zum Bürgerdialog findet übrigens bereits seit 2011 ein Expertendialog statt, der gemeinsam mit dem Bürgerdialog in konkrete Vorschläge zusammenfließen soll.

Quelle: Screenshot

Twissenschaftler und Tworschungseinrichtungen

Marc Scheloske (Twitter) macht sich ja bereits seit einiger Zeit (November 2011) die Mühe und führt eine Twitterstudie (zur wissenschaftlichen Nutzung von Twitter) durch. Jetzt kann man argumentieren, dass auf Twitter eher weniger wissenschaftliche Diskurse und mehr wissenschaftspolitische oder wissenschaftspublizistische* Diskurse geführt werden, worauf aber auch Marc hingewiesen hat:

Um eine Sache klarzustellen: Ich bin mir keineswegs sicher, ob auf Twitter wirklich nennenswerte wissenschaftsbezogene Diskurse stattfinden. Gut möglich, daß fast alles, was von Wissenschaftlern oder Wissenschaftsjournalisten über Twitter verbreitet wird, aus wissenschaftlicher Perspektive irrelevant ist. Aber sicher bin ich mir eben nicht. Und genau deswegen untersuche ich die wissenschaftliche Twitternutzung innerhalb einer kleinen Studie.

Wie dem auch sei, mittlerweile hat Marc eine ganze Reihe an Daten gesammelt und einen aktuellen Stand veröffentlicht. Es gibt derzeit die Einteilung in

Sehr schöne Übersicht. Herzlichen Dank an Marc für den betriebenen Aufwand! Wir dürfen gespannt sein, was aus der Twitterstudie noch für Ergebnisse “herausfallen”.

Mir fällt bei dem Thema übrigens noch ein Artikel aus dem Jahr 2009 ein, in dem Andrew Maynard den “Science Influence on Twitter” beleuchtete.

Update: Mittlerweile ist auch die Liste der twitternden Wissenschaftsmedien, Vereinen und Verbänden erschienen.

* Nur ein kleiner Hinweis: hierunter würde ich sowohl die Wissenschaftskommunikation, als auch das “harte” publizistische Themenfeld (z.B. mit Open Access) verstehen.

Shakehands, aber keine Kratzspuren am Prüfstein

Wie sich ja recht eindeutig aus meinen Tweets in der letzten Woche erkennen lassen konnte, war ich von Dienstag bis Donnerstag beim Forum Wissenschaftskommunikation des WiD in Köln zugegen. Das Forum hatte sich unter dem Titel “Zwischen den Stühlen: Wissenschaftskommunikation im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft” vorgenommen, der Frage nachzugehen “…in welchen Spannungsfeldern Wissenschaftskommunikation stattfindet, wie sie von verschiedenen Gruppen beeinflusst wird und wie die Wissenschaftskommunikatoren dieser Situation begegnen.”

Es wurde von den Teilnehmern des Forums – darunter Wissenschaftsjournalisten, Presse-Referenten, Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit in Wissenschaftsorganisationen, Hochschulen und Messen, aber auch Wissenschaftler - sogar versucht in Plenarvorträgen, Sessions und Diskussionen Antworten auf diese Frage zu geben. Die Qualität bzw. die Art und Weise dieser Antworten war für mich persönlich aber großteils erschreckend. Denn mein persönlicher Eindruck war, nachdem ich das Forum 2010 ausgelassen hatte, dass nach wie vor über dieselben Dinge in der selben Art und Weise diskutiert wurde. Ich will gar nicht allzu sehr ins Detail der einzelnen Vorträge gehen, vieles wurde auch schon bei Kollegen geschrieben, einige Punkte will ich aber doch kurz festhalten.

Es war erschreckend zu sehen, dass für viele Wissenschaftskommunikatoren das Web 2.0 in all seinen Ausprägungen (twitternde Wissenschaftler, twitternde Kommunikatoren, Wissenschaftsblogs, Wissenschaftsorganisationen bei Facebook, u.v.m.) noch immer Neuland, zumindest aber noch eine Randerscheinung ist. An der Stelle fiel mir vermehrt auf, dass an nicht wenigen Stellen noch immer die Mär vom gravierenden Unterschied zwischen Digital Natives, Digital Residents und Digital Visitors gesprochen wird. Das allerdings ist für mich unbegreiflich und sorry, aber es klingt leider wie eine Entschuldigung dafür sich nicht tiefergehend mit den (nun wahrlich nicht mehr neuen) “Neuen Medien” zu beschäftigen. Es ist für mich ein Rätsel, wie die Kommunikation im Web 2.0 noch immer als eine Art „Kür der Wissenschaftskommunikation“ verstanden und auch so vertreten wird. Es fällt mir schwer zu glauben, dass sich professionelle Kommunikatoren noch immer hinter dem Ammenmärchen um die Digital Natives verstecken. An dieser Stelle kann ich nur eines verdeutlichen: liebe Kommunikationsprofis, es ist Zeit aufzuwachen! Das Web 2.0 wird nicht mehr weggehen, wenngleich es vielleicht auch nicht immer in den jetzt existenten Formen da sein wird. Und mal ehrlich: ist es nicht unsere Aufgabe als Kommunikationsprofis genau die vermeintlichen Unterschiede zwischen Digital Natives/Residents/Visitors zu überwinden???

Sicher, an dieser Stelle muss man sich immer auch die Frage stellen, ob man den Dialog überhaupt möchte, wie man ihn abbilden kann, wie man den Aufwand betreiben kann und welchen Wert das ganze für die jeweilige Organisation hat (zumindest abseits solcher “weichen” Werte wie Image, Nachwuchsansprache, etc.). Klar, diese Fragen sind großteils noch unbeantwortet, zumindest wenn man die Fragen mehr als nur durch das eigene Bauchgefühl beantwortet wissen will. Gerade dann verstehe ich aber nicht, warum wir uns seit dem ersten Forum vor einigen Jahren jedes Jahr auf’s Neue diese Fragen stellen ohne sie je so richtig zu beantworten? Ich glaube die prägendste, oder zumindest die deutlichste und ehrlichste Einschätzung dazu habe ich von Thomas Gazlig gehört, der klarstellte, dass wir aufhören müssen stets neue Konzepte auf den Tisch zu legen und über (dann doch nicht umgesetzte) Ideen zu diskutieren, sondern dass wir die bestehenden Konzepte und Ideen auf den Prüfstein stellen müssen. Da kann ich ihm nur beipflichten, denn nur im Abrieb durch die reale Umsetzung wird sich zeigen, welche Konzepte tauglich sind und welche Ideen weiter formbar. Ja, ich bin mir bewusst, dass genau das der schwierigste Schritt im Prozess einer modernen Wissenschaftskommunikation ist. Sicher sind die Hürden sehr hoch in der schwierigen Argumentation gegenüber den Verantwortlichen in den Organisationen hinsichtlich der Fragen zur Überprüfbarkeit der Ergebnisse und der Umsetzung des enormen Aufwands. Und dass auch die Argumentation gegenüber vieler Wissenschaftler einiges an Aufwand bedeuten könnte, haben wir u.a. an den Vorträgen von Prof. Ferdi Schüth und Dr. Kathrin Rübberdt gesehen, die beide eher sehr zurückhaltend (um nicht zu sagen konservativ) davon sprachen, was sich Wissenschaftler in der Wissenschaftskommunikation erhoffen würden und was man Wissenschaftlern im Kommunikationsprozess zumuten dürfte. Eine sehr treffende Aussage brachte Schüth, der meinte, dass man nach Watzlawik zwar nicht nicht kommunizieren könnte, dass Wissenschaftler dies aber durchaus manchmal versuchen würden. Aber auch hier beklagen wir uns schon viel zu lange darüber wie schwierig die Umsetzung und die Rechtfertigung sei, anstelle es Schritt für Schritt zu versuchen. Die Wissenschaftskommunikation hadert m.E. in den eigenen Prozessen mit einem der essentiellen Untersuchungsmethoden der Wissenschaft selbst – dem Experiment! Wo ist der Mut bei so vielen, einfach mal etwas auszuprobieren? Wo ist der Mut zu Scheitern, durch dieses Scheitern einem Erfolg aber wenigstens schrittweise näher zu kommen? Und wer sagt überhaupt, dass man Scheitern wird? Wo ist der Spaß???

Wir sind natürlich noch einige große Schritte davon entfernt effektive Kommunikationsprozess für das Web 2.0 entwickelt zu haben, die a) funktioniere, b) den Aufwand für alle erträglich halten und c) dann auch noch übertragbar sind und als Best Practice für eine „breitere Masse“ an Wissenschaftskommunikatoren adaptierbar sind. Ich frage mich allerdings, warum wir seit vielen Jahren dieselben Vorträge über Wissenschaftskommunikation (meist in der Ausprägung von „Kommunikation mit den Medien über Wissenschaft“) und ihre Eigenschaften (die meist grundlegende journalistische Eigenschaften à la Authentizität, Wahrhaftigkeit, etc. sind und damit von allen gekannt werden sollten) hören, anstelle sinnvolle Ideen zu diskutieren wie man interne Prozesse in Wissenschaftsorganisationen so entwickelt, dass sie sowohl dem Wissenschaftskommunikator, als auch dem Wissenschaftler in seinen Ansprüchen gerecht werden?

Und so verwundert es mich auch nicht, dass Michael Sonnabend (der ja auch als Mitglied der Programmkommission fungierte) in seinem Fazit zum Forum darüber nachdenkt, wie man das Format des Forums verändern und verbessern kann, um ein paar gehaltvolle Antworten auf die gestellten und schon so oft diskutierten Fragen zu erhalten. Ich selbst bin mir nicht sicher wie man den Schritt in diese Richtung innerhalb der Veranstaltungsreihe anstoßen könnte. Vielleicht muss man sich, wie es Michael ja auch formuliert, noch mehr vom Frontalvortrag verabschieden. Vielleicht muss man weniger CfP’s bedienen, als vielmehr Geschichten aus der Praxis heranzuziehen? Vielleicht muss man aber auch kleinere Teile des großen Oberthemas Wissenschaftskommunikation einzeln betrachten, z.B. „interne Kommunikationsprozesse als ‘Enabler’ einer Wissenschaftskommunikation nach Außen“, oder so. Vielleicht muss man aber auch am Format etwas drehen – ein Schritt in Richtung Barcamp wäre sicher für das Format etwas zu radikal, aber etwas kommunikativeres als Frontalunterricht mit wenigen anschließenden Wortmeldungen aus dem Publikum dürfte es schon sein. Es wäre schön, wenn vom Forum nicht mehr nur Problembeschreibungen kommen würden, sondern Lösungsansätze. Impulse!

Übrigens habe ich natürlich nicht alle Vorträge und Sessions besuchen können, daher zeichnet sich mein Bild natürlich ausschließlich über meinen persönlichen Eindruck aus den von mir besuchten Veranstaltungspunkten und der Timeline auf Twitter, die unter dem Hashtag #fwk11 eine durchaus amüsante, aber auch kritische Kurzberichterstattung und Diskussion bereithielt. Kollege Henning Krause (@henningkrause) hat übrigens eine Twitterliste zu den (twitternden) Teilnehmern des Forums angelegt.

Abschließend möchte ich den Kolleginnen und Kollegen vom WiD noch einmal für die Organisation danken, die einen guten Job gemacht haben. Für die nächsten Jahre hoffe ich, dass sie das Format noch einmal etwas anspitzen können und aus dem Klassentreffen für Wissenschaftskommunikatoren wieder eine wegweisende Veranstaltung für die Wissenschaftskommunikation machen können!

Update (14.12.): Mittlerweile hat sich an mehreren Stellen eine spannende Diskussion zu vielerlei Aspekten entsponnen. In den Kommentaren zum Blogpost von Christoph (@erklaerfix) disktutierte man eifrig die Frage was eigentlich Wissenschaftskommunikatoren sind und wer sich denn wohl dazu zählen dürfte. Im Blog von Michael Sonnabend und in einem Facebook-Thread von Alex Gerber (Achtung, Link geht zu Facebook) geht es vor allem um die Ausrichtung des Forums im nächsten Jahr. Wenn wir diese Diskussionen forcieren und ins nächste Jahr transportieren können, haben wir etwas wirklich Großes gewonnen!

Reden lernt man durch reden

Deutsch by Cuito Cuanavale

Deutsch (© by Cuito Cuanavale)

In diesem Blog diskutiere ich ja vor allem Themen rund um die Wissenschaftskommunikation. Jaja, ich weiß, der Veröffentlichungsrythmus könnte besser sein! ;-) Vor meinem eigene Hintergrund des jahrelangen Studiums der Englischen Philologie, und besonders der Englischen Linguistik (meiner Spezialisierung innerhalb der Engl. Phil.), möchte ich aber heute einen kurzen, expliziten Hinweis auf eine Podcast-Folge des Podcasts WRINT von Holger Klein (@holgi) geben.

In der kürzlich veröffentlichten Folge 27 von WRINT hatte Holger den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch virtuell zu Gast und die beiden mäanderten rund um das Thema Sprache. Anatol ist nicht nur Professor für Englische Linguistik an der Uni Hamburg, sondern auch Sprachblogger und damit wohl überaus qualifiziert für dieses Thema. Im Verlauf des Gesprächs kommen Holger und Anatol auch auf die Petition von Anatol zu sprechen, die vom ihm als “Gegenentwurf” zur Petition des Vereins Deutscher Sprache e.V. für die Aufnahme von Deutsch als Landessprache ins Grundgesetz initiiert wurde. Diese Petitionen kamen am 07. November gemeinsam zu einer ersten Verhandlung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, die erste Reaktion seitens des Petitionsausschusses ist aber eher verhalten – man steht der Aufnahme von Deutsch als Landessprache in das Grundgesetz eher skeptisch gegenüber. Die Argumentation vor dem Ausschuss ist aber durchaus sehenswert, sie ist in der Mediathek des Parlamentsfernsehens abrufbar.

Einen kleinen Wermutstropfen für mich, aber eine sehr gute Nachricht für alle Studenten der Linguistik an der FU Berlin erfährt man dann noch am Ende von WR027, denn wie es aussieht, wechselt Anatol an die FU Berlin.

Abschließend möchte ich noch die Blog-Tipps aufgreifen, die ich selbst auch lese. Sprach- und besonders auch Linguistikinteressierte werden fündig und gut unterhalten bei: */ˈdɪːkæf/ von Susanne Flach, [ʃplɔk] von Kristin Kopf und natürlich dem Sprachlog von Anatol Stefanowitsch. Einen Blick lohnt übrigens auch immer Neusprech.org von Martin Haase und Kai Biermann.

Bildnachweis: Deutsch by Cuito Cuanavale on Flickr.com.

Es betritt die Bühne: Explorism!

Es hat lang gedauert und es wird sicher noch einmal etwas Zeit benötigen bis sich das Format und das Drumherum eingespielt haben, ABER: heute ist die erste Folge meines neuen Podcasts Explorism erschienen. Zu Gast hatte ich Oliver Tacke, vielen sicher nicht nur bekannt als Twitterer und Blogger, sondern auch als öffentlicher Wissenschaftler am Lehrstuhl für Organisation und Führung der Technischen Universität Braunschweig. Wir sprachen über seine Person, seinen Werdegang in die Wissenschaft, sein Kernthema “Lernen durch Lehren” und die Öffentliche Wissenschaft.

Anhören kann man sich das Ganze im Blog zum Podcast http://www.scientists-in-progress.org/.

Folgen kann man außerdem auf der Facebook-Fanpage oder via Twitter unter @Explorism.

Mir bleibt also nur noch viel Spaß zu wünschen!

Kurz verlinkt: Links rund um die Wissenschaft(skommunikation)

Momentan komme ich leider kaum zum Bloggen, das ist irgendwie doof, derzeit aber leider nicht zu ändern. Damit dies hier aber nicht allzu sehr brach liegt, gibt’s heute zum Wochenstart mal ein paar Leseempfehlungen die auch bei mir noch auf dem “Lesen!”-Stapel liegen.

Das Gemeinschaftsblog zu wissenschaftlicher Kommunikation im Netz. lohnt ja immer einen Blick und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es mal wieder Lesestoff gibt auf den ich beim Kollegen Heinz Pampel und seinen Mitstreitern gestoßen bin:

Im SciLog Gute Stube des Kollegen Carsten Könneker gibt’s drei monothematische, aber überaus spannende Beiträge zu Lesen. Bei den Lindau Nobel Laureate Meetings gab es eine ganz besondere Interview-Session, quasi eine Art wissenschaftsjournalistischer Rollentausch. Abseits des üblichen Prozederes traf sich dort nämlich eine illustre Runde aus fünf älteren Herren und sechs Doktoranden unter der Moderation vom nature-Kollegen Adam Rutherford. Das besondere daran: der Rollentausch, denn in diesem Interview befragten die gestanden Nobelpreisträger die Jungforschern. Herausgekommen ist ein ungewöhnliches Interview-Experiment, deren Highlights Carsten Könneker in drei Blogposts zusammenfasst (Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Dr. Marc Dressler, Wissenschaftler und Journalist widmet sich in einem Beitrag dem Verhältnis von Wissenschaft und Bürgern. In seinem Beitrag “Von wegen demokratisierte Wissenschaft” (pdf) betrachtet er das Verhältnis von Wissenschaftsbürger und Bürgerwissenschaftler. via TELI-Blog

Bleiben wir bei den SciLogs, denn auch von Interactive Science gibt’s Neuigkeiten. Nach der Präsentation der Forschungsergebnisse der vier Teilprojekte des Forschungsverbundes Interactive Science an der Justus-Liebig-Universität Gießen ist nun auch der Sammelband „Digitale Wissenschaftskommunikation – Formate und ihre Nutzung“ erschienen und frei zugänglich. Heruntergeladen werden kann das 324 Seiten starke Pamphlet auf den Internetseiten der Giessener Elektronischen Bibliothek oder über diesen Link. Alle Achtung!

Zum Schluss gibt’s noch den kurzen Hinweis auf den gestrigen Blogpost von Lars Fischer, dem Fazit zu seiner erfolgreichen Online-Petition “Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen”. Glückwunsch Lars und danke für Deine Initiative!

Öffentlicher Wissenschaftler

Wir alle wissen, dass Wissenschaft nicht durch Hokuspokus betrieben wird, sondern durch fleißige Menschen, die hinter den Kulissen emsig forschen. Nur ein Bruchteil dieser Menschen tritt in die (mediale und damit breite) Öffentlichkeit, denn nur ein Bruchteil der Forschungsergebnisse dieser Welt dringen in medienwirksame Sphären vor. Viele andere Forscher bleiben lange, wenn nicht gar immer im Hintergrund. Dies allerdings ist ein Zustand, den man meines Erachtens ändern kann und sollte, wie ich mit dem anstehenden Podcast-Projekt versuchen möchte. Doch mit den uns mittlerweile zur Verfügung stehenden Web 2.0 Werkzeugen haben auch die Wissenschaftler selbst die Möglichkeit ihre öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen.

Wie, das zeigte Christian Spannagel am Anfang der Woche im Rahmen eines Vortrags für die Nachwuchsforschergruppe “Wissenschaft und Internet” an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf. Seit gestern ist die Videoaufzeichnung des Vortrags auf den Webseiten der Uni verfügbar (leider nicht zum Einbetten angeboten). Hilfreich beim Ansehen sind weiterhin die Mitschrift von Oliver Tacke, der Wikiversity-Eintrag von Christian selbst und nicht zuletzt seine Vortrags-Prezi.

Es gibt einen aus meiner Sicht besonders spannenden Satz von Christian in seinem Vortrag: “…weil sich mein Wissenschaftsbegriff  in den letzten ein, zwei Jahre ohnehin stark verändert hat.” Das ist ein Statement das man in dieser oder ähnlicher Weise in letzter Zeit häufiger einmal vernehmen kann. Hierzu empfehle ich durchaus mal in ältere Artikel von Christian zu schauen (z.B. diesen oder diesen) oder sich durch seine Links zu Öffentlicher Wissenschaft zu wühlen.

Von meiner Seite dürfte es ruhig noch sehr viel mehr öffentliche Wissenschaftler vom Format eines Christian Spannagel, Oliver Tacke, Florian Freistätter oder Jan Schmidt geben.

Grau Haare, Bart und Brille? Podcast jenseits des Wissenschaftler-Klischees

Ich bin ja, wie an vielen anderen Stellen schon mehrfach betont, ein großer Fan von Podcasts (seit einiger Zeit ja auch selbst Freizeit-Podcaster). Auch bin ich ein großer Fan von Wissenschaft, seinen Visionen, dem Blick über den Tellerrand hinaus, der Herausforderung sich immer wieder in neue Materie einzuarbeiten und die Zusammenhänge zu verstehen. Und hier kommt meine Idee in’s Spiel, die ich nun schon einige Zeit mit mir herumtrage, oder eher vor mir herschiebe: ich kombiniere beide Teile und mache einen Podcast zum Thema Wissenschaft und Forschung.

Warum?

Warum noch einen Wissenschafts-Podcast? Gibt es denn nicht schon genug? Ja es gibt bereits einige Podcasts mit Wissenschaftsbezug, hier ein paar wenige, deutsche Beispiele:

Mehr Wissenschafts-Pod-/Vodcasts findet man übrigens in der entsprechenden Liste von podcasts.de oder auch auf der Liste von Wissenschaft-im-Dialog.

Hinter den meisten Podcasts steckt ein tolles Team, viel Mühe, teils sogar professionelle Produktionen. Aus zwei Gründen glaube ich aber, dass es sinnvoll ist einen weiteren Podcast in diesem Themenumfeld zu machen. Erstens bin ich der festen Ansicht, dass es nicht genug Podcasts geben kann! Und zweitens gibt es aus meiner Sicht nicht so sehr viele Podcasts die sich dem Menschen hinter der Forschung widmen und noch viel weniger Podcasts, die sich dem Nachwuchs in der Wissenschaftswelt widmen.

Worüber?

Es geht mir in aller erster Linie um die Menschen, die sich in der Wissenschaft bewegen und die Forschung betreiben. Dabei geht es mir aber nicht um jene verdienten Eminenzen, die über viele Jahre der Forschungs- und Lehrtätigkeit bereits ihr wissenschaftliches Renommee gefestigt haben, sondern um eben jene, frisch in dieser Welt sind und sich ihre Sporen erst verdienen müssen – der wissenschaftliche Nachwuchs, die jungen Wilden im Forschungsbetrieb.

Zuhauf hört man, dass es zwar leicht steigende Nachwuchszahlen in der Wissenschaft gibt, dennoch wird vielerorts auch nicht selten geklagt. Mich interessiert die Innenansicht, die ich im Gespräch mit “jungen” Wissenschaftlern ergattern möchte. Wie sehen sie selbst ihre Arbeit? Wie verorten sie sich im Koordinatensystem der Zukunft für das Wissenschaftssystem? Wie sieht das alltägliche Leben als Wissenschaftler ohne professorale Reputation aus? Welchen Zwängen und Drücken unterliegen sie? Wie gehen sie mit Erwartungsdruck seitens ihrer Arbeitgeber oder Forschungsförderer um? Wie gehen sie mit dem wissenschaftlichen “Schatten” ihrer Vorgänger/Chefs/Protegés um? Wie haben sie überhaupt den Weg in die Wissenschaft gefunden? Und warum ausgerechnet die Wissenschaft? Und schlussendlich möchte ich auch gern erfahren welche Visionen sie haben?

Wenn sich all dies in einem netten, nicht so gezwungenen Gespräch unterbringen lässt, dann bin ich schon zufrieden.

Wann geht’s los?

Ich denke ich werde in den kommenden 2-3 Wochen eine erste, evtl. sogar eine zweite Folge produzieren und mal schauen wie es läuft. Derzeit gibt es weder einen eigenen Web-Auftritt dazu, noch einen Namen, ein Logo oder ähnliches. Vorerst werde ich die Podcast-Episoden also hier hosten  und hoffen, dass es beständig mehr werden.

Gut, jetzt wissen wir’s! Oder gibt’s noch was?

Nicht viel, vielleicht aber noch der etwas eigennützige Aufruf:

Wenn jemand eine Idee für einen Namen, oder einen Vorschlag für einen Wissenschaftler hat, der im Rahmen dieses Projekts interessant wäre, dann immer her damit! Postet es einfach in die Kommentare, oder schreibt mir eine Mail an fromm@mfromm.de - ich freu mich über jede Wortmeldung!

Bildnachweis: Neon Mic von fensterbme on flickr.com

Audiovisuelle und Interaktive Wissenschaftskommunikation

In der letzten Zeit ist ja einiges mehr oder weniger Relevantes zum Thema Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation erschienen. Da ich aber keine Lust und Zeit habe die letzten 4 Wochen aufzurollen, möchte ich mich auf zwei Punkte beschränken, die mir in DIESER Woche besonders aufgefallen sind. Das meiste werdet Ihr ohnehin kennen (bin ja etwas spät dran), denn man konnte an einigen anderen Stellen schon etwas dazu lesen – beispielsweise beim Kollegen Heinz Pampel, drüben im wisspub-Blog, der u.a. auf die DHV-Empfehlungen zum wissenschaftlichen Publizieren sowie auf die Royal Society-Studie zur Vernetzung der Wissenschaft hingewiesen hat.

Zurück also zu meinen beiden Favoriten dieser Woche:

Produktion und Rezeption von Wissenschaft in audiovisuellen Medien der EU

Anfang der Woche kam von Markus Lehmkuhl (Forscher an der FU Berlin, Journalist sowie Herausgeber der WPK-Quarterly) der Hinweis über die PCST Mailing List (International Network on Public Communication of Science and Technology), dass der Abschlussbericht des Projekts AVSA (Audio Visual Science Audiences) erschienen ist. Im Rahmen des seit 2008 laufenden Projekts AVSA wurde die erste vergleichende Strukturanalyse aller Wissenschaftsprogramme im TV und Radio innerhalb von 13 EU-Mitgliedsstaaten durchgeführt. Die detaillierten Ziele lesen sich auf der Projektseite wie folgt:

1. AVSA describes what science, and in what amounts, is actually communicated by science programmes in Europe; trends or results, relevant scientific expertise concerning current non-scientific subject matters, more or less established scientific findings, concepts or theories that are transmitted in a costly way, or scientific explanations with regard to assumed every day needs of the public.

2. AVSA links the classification of science programmes with their use by recipients. It is intended to clarify, how many people from different sections of the European public do perceive science programmes. It is expected that our approach will identify structural lacks with regard to the type of science journalism that is perceived by the public. That means that our approach will provide data that helps to assess, in which parts of Europe for instance young people perceive current scientific findings and in which parts not, although this type of science programme is offered.

3. AVSA links science programmes with judgements of focus groups that will help to assess, how different sections of the European public perceive, what about science is offered by science programmes. Our approach will help to explain why for instance young people in different parts of Europe prefer different types of science programmes respectively why the same type of science programmes is judged differently by certain sections of the European public.

Für die Herangehensweise wurde übrigens eine interessante Definition (PDF) und Klassifikation der Wissenschaftsprogramme erarbeitet.

Nach fast genau drei Laufzeit ist nunmehr also der abschließende Projektbericht erschienen, der übrigens auf der Projektseite kostenlos zum Download (PDF) zur Verfügung steht. Der Bericht ist mit fast 120 Seiten recht umfangreich, es wird also eine Weile dauern bis ich da durch bin, aber erscheint mir auf den Blick durchgängig interessant. Schon an den Kapiteln lässt sich durchaus die Tiefe der Information erahnen:

  • Chapter 1: Profiles of specialised programmes on science in audiovisual media in Europe
  • Chapter 2: Science in media and its respective media environment
  • Chapter 3: Exposure to science programmes in Europe
  • Chapter 4: Motives, expectations and judgements of European audiences towards science on TV
  • Chapter 5: Raising public engagement with science through audiovisual media? Current state and future of science programming in Europe.

Ein Blick in das letzte Kapitel (5) führt einen dann schnell in das Destillat der vorliegenden Arbeit, die eine Unzahl von statistischen und inhaltlichen Daten prozessiert hat:

  • Summary
  • Current state of information journalism in Europe
  • The current state of science popularisation in Europe
  • The current state of edutainment in Europe
  • The future of science journalism in Europe
  • Raising public engagement with science through audiovisual media?
  • Previous policy proposals
  • Recommendations

Wir lesenswert sind übrigens die Recommendations, aus denen ich mal ein paar zitiere:

Broadcasting organisations should

2. recognise the contribution to their organisations of programme-makers and other media professionals with a specialist interest and capacity in monitoring and reporting current developments in science; protect and support that capacity as an important resource for the organisations in times if increasing impacts of science on society

4. develop further the use of web-based media, including ‘social media’, as means to enhance public participation in science-based programmes and the topics they cover; explore and develop further other means of public participation, e.g. ‘citizen science’ projects, encouraging audience ideas and questions as the basis of programme items, organising face-to-face public events and facilitating audience members to perform experiments  online.5. Raising public engagement with science through audiovisual media?

The European Broadcasting Union should

5. further incentivise innovation in science-based programming through targeted programme development funding, commissioning of science-related series in innovative and diverse formats, encouragement of co-production of such series and staging of programme competitions in science-related fields

National governments and the European Commission should

9. defend and promote the independence of media professionals, e.g.  in making judgements of the newsworthiness and merit of developments in science

10. acknowledge the value of many forms of public engagement with science, including critical engagement with the ethical and other social aspects of science, and avoid constraining broadcasting organisations with demands for science programming to meet political needs for boosting support for science

The European Commission should

11. highlight to EU-funded researchers the opportunities and challenges of radio and television and audio-visual communication as valuable means to disseminate scientific research; support researchers in facing those opportunities and challenges through training schemes, developing relations with broadcasting organisations and contracting production companies to prepare audio-visual packages

12. establish targeted media funding programmes to support in-service training of non specialised programme-makers on the use of scientific sources and expertise and to support the development of new concepts targeting at linking scientific expertise with societally relevant subject matters

13. promote and support mechanisms for ongoing interactions across the EU between broadcasting organisations, media professionals of all media, media researchers and independent audio-visual producers and other freelancers and communication consultancies (SMEs) that could address issues raised in this report as well as other issues; such mechanisms could include occasional meetings, an online forum and an independent online publication for the professional communities, which observes and reflects upon recent trends in science reporting across national borders

Liest sich doch sehr, sehr sinnig!

Sascha Lobo… äh, nein, Fraunhofer startet ein “Forschungs-Blog”


Die Fraunhofer-Gesellschaft greift immer tiefer öfter in die Werkzeugkiste des Web 2.0 und stellt sich immer mehr einer Öffentlichkeit, die über ein Fachpublikum hinausgeht. Im Rahmen des Forschungsprojekts “Discover Markets” haben die Münchner in Zusammenarbeit mit Sascha Lobo nun ein neues Blog gestartet: das Forschungs-Blog. Im Grunde ist das soweit nichts wirklich neues (von den Zusammenarbeit mit einem der deutschen Alphablogger mal abgesehen, der übrigens auch die redaktionalle Verantwortung trägt), denn es gibt auch an anderen Stellen schon Fraunhofer-Blogs (z.B. das IAO-Blog, oder das Fraunhofer-CeBIT-Blog). Neu ist im Grunde die adressierte Zielgruppe, nämlich Menschen außerhalb eines Fachpublikums, sowie der Ansatz im Kern des Blogs, dem Dual-Blogging. Dabei wird “ein wissenschaftsnaher Text von Fraunhofer-Forschern veröffentlicht und einem lebensnahen, aus alltagsrelevanter Sicht geschriebenen Text gegenübergestellt” heißt es in der Verlautbarung dazu. Auf dem Blog selbst erklären die Autoren – zu denen neben Sascha Lobo und Fraunhofer-MitarbeiterInnen auch die Wissenschaftsblogger Florian Freistetter und Lars Fischer zählen – das Prinzip des Dual-Blogging etwas weniger verklausuliert:

Als eine Sollbruchstelle der wissenschaftlichen Kommunikation mit der Öffentlichkeit haben wir eine, sagen wir, oft recht hohe thematische Komplexität identifiziert. Die Fachsprache der Wissenschaft entspricht nicht immer unbedingt dem, was man auf Facebook in der Mittagspause freundlich interessiert durchliket. Und das ist ja auch okay. Um aber trotzdem auch für interessierte Laien zu bloggen, haben wir uns das Konzept Dual-Blogging ausgedacht.

Artikel im Dual-Modus haben zwei parallele Textspalten. In der linken ist ein Fachtext zu finden, der eine wissenschaftliche Entwicklung fachlich präzise in der entsprechenden Terminologie beschreibt. In der rechten Spalte findet sich die blogaffine Perspektive des gleichen Themas, lebensnäher und (hoffentlich) unterhaltsam geschrieben, was sich vermutlich besser für die Social-Media-Welt eignet.

Marco Trovatello, den meisten sicher bekannt aufgrund seiner Tätigkeit beim DLR, hat gestern Abend in seinem privaten Blog ein Paar Gedanken zum Fraunhofer “Forschungs-Blog” geäußert, denen ich eigentlich sehr gut folgen kann und die durchaus meine Zustimmung finden. Ich bin gespannt wie sich das Projekt entwickelt, werde es eine Weile beobachten und mir anschließend eine genauere Meinung bilden. Aus meiner bisherigen Warte lesen sich aber die ersten Beiträge (z.B. der von Florian zum Weltraumschrott, oder der aktuelle Dual-Blogbeitrag) sehr gut, sind verständlich, unterhaltsam und informativ.

Man darf wirklich gespannt sein, wie sich das Projekt entwickelt und wie die ersten Reaktionen ausfallen.

Disclaimer: Ich bin übrigens selbst Mitarbeiter der Fraunhofer-Gesellschaft – wirke jedoch nicht beim Forschungs-Blog mit und habe auch eine eigene, arbeitgeberunabhängige Meinung! ;-)