Alle Artikel in der Kategorie “Podcast

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Open Science Radio

Ich habe ja an diversen Stellen (z.B. hier und hier) bereits durchscheinen lassen, dass ich totaler Fanboy überzeugter Verfechter von Open Science bin – im letzten Jahr habe ich ja zu diesem Blog auch noch ein zusätzliches Blog begründet das sich explizit mit der Öffnung der Wissenschaft beschäftigt. Da ich zudem ja auch großer Fan von Podcasts und selbst begeisteter Amateurpodcaster bin, und die Zeit ohnehin immer schlecht für mehr Arbeit ist, habe ich vor kurzem ein neues Projekt in’s Leben gerufen: das Open Science Radio.

Mit dem Open Science Radio habe ich einen relativ regelmäßig erscheinenden Podcast in’s Leben gerufen, der sich mit dem Thema Open Science beschäftigt. Dabei soll es sowohl um die einzelnen vielseitigen und -schichtigen Aspekte gehen, aber auch um das gesamte Zusammenwirken. Von Open Access über Citizen Science und Open Data bis hin zu Öffentlicher Wissenschaft und Open Source soll hier alles eine Rolle spielen. Mit dem Podcast möchte ich ein grundlegendes Verständnis schaffen, vor allem aber auch über aktuelle Entwicklungen informieren.

Mittlerweile ist das Projekt einen Monat alt und ich habe bis dato eine einführende „Nullnummer“ und 3 reguläre Episoden aufgezeichnet. Ich hoffe, dass ich im Zuge der nächsten Zeit auch sukzessive ein paar Themen tiefgreifender behandeln kann, idealerweise mit einem entsprechend versierten Gesprächspartner.

Ich würde mich freuen, wenn es ein paar Zuhörerinnen und Zuhörer gäbe. Ich bin natürlich jederzeit für Feedback, Kritik und Anregungen (das Format, meine „Leistung“ oder auch das Thema betreffend) dankbar!

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Lernen und Lehren mit Medien im Explorism-Podcast

Ich hatte gestern, nach einer leider viel zu langen Pause, die Chance eine neue Folge für den Explorism-Podcast aufzuzeichnen. Zu Gast war Sandra Hofhues mit der ich über ihren wissenschaftlichen Werdegang und ihre jetzige Tätigkeit sprechen konnte. Sandra ist „eLearning Activist and Researcher on Educational Media at Hamburg University of Applied Sciences“ und ganz ihrem wissenschaftlichen Naturell nach geht es im Podcast vor allem um medienpädagogische Aspekte des Lernen und Lehrens. Ich wünsch‘ Euch Spaß beim Hören.

Wer es noch nicht kennt – auch die erste Folge mit Oliver Tacke könnte sich lohnen. 😉

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Hörempfehlung: #Soziopod und #Segelradio

Wie in vielen, vielen Posts schon beschrieben, bin ich ein großer Fan von Podcasts jeglicher Couleur. Mittlerweile zähle ich gut 30 verschiedene Podcasts, die ich regelmäßig höre und weitere Podcasts von denen ich einzelne Folgen höre, wenn mich das jeweilige Thema interessiert. Ich höre sowohl technikbezogen, als auch wissenschafts-, gesellschafts- oder popkulturbezogene Podcasts (für einen Ausschnitt meines Hörspektrums kann man zum Beispiel einen Blick in die Blogroll der Collaborativerockers werfen, vielleicht schreibe ich aber irgendwann auch noch einmal etwas ausführlicher über mein „Hörprogramm“).

Heute möchte ich bewusst eine klare und explizite Hörempfehlung für zwei relativ neue Podcastprojekte aussprechen, die es zwar noch nicht allzu lange gibt, die mich aber bereits mit den ersten Folgen vollkommen überzeugt haben.

Empfehlung N°1: Soziopod

Meine erste Empfehlung gilt dem Soziopod, einem Podcast zu „Netzkultur, Soziologie, Pädagogik, Religion, Philosophie und Politik“ mit dem hehren Ansinnen diese Themen „endlich unterhaltsam und verständlich“ zusammenzuführen. Hinter dem Podcast stecken:

  • Doktor Köbel aka Dr. Nils Köbel: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut I für Bildungsphilosophie, Anthropologie und Pädagogik der Lebensspanne an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln)
  • Herr Breitenbach aka Patrick Breitenbach: freier Mitdenker und Quermacher, Medienarchitekt und Markengestalter, Mundpropagandist und Memforscher, Podcaster und Blogger.

Den beiden Machern gelingt tatsächlich, zumindest nach meinem Empfinden, was relativ selten gelingt:  komplexe Themen der Sozialwissenschaft unterhaltsam, unaufgeregt, und verständlich in unsere Lebenssituation einzubetten und diese gefühlt unelitär in unseren täglichen Erlebnishorizont einzubetten. Wer nicht unbedingt darauf Wert legt mit der ersten Folge zum Thema „Privacy“ anzufangen, dem sei die aktuelle und achte Folge zum Thema „Identität“ empfohlen. Chapeau! und bitte weiter so, die Herren!

Empfehlung N°2: Segelradio

Die zweite Empfehlung möchte ich an dieser Stelle einem Projekt aussprechen, dessen Initiator Hinnerk Weiler schon Gast bei uns im Collaborativerockers-Podcast war. Dies war vielleicht auch ein wenig Mitauslöser (oder das Tüpfelchen auf dem „i“), dass Hinnerk seine Podcastpläne in die Tat umsetzte und mit dem Segelradio ein großartiges Projekt am Start hat. Wie der Name schon erkennen lässt, geht es inhaltlich rund um’s Segeln – Technik, Geschichten, Touren u.v.m. Die ersten beiden Folgen sind bereits erschienen und sind jeweils nette Gespräche mit anderen Seglern, zuletzt mit Claudia und Jürgen Kirchberger die mit Ihrer La Belle Epoque derzeit in Alta, Norwegen überwintern. Den Podcast krönt Hinnerk noch mit einem schönen Gedanken, denn beim Segelradio kann man mitmachen:

Die Plattform segelradio.de steht nicht nur für meinen Törn als weitere Plattform, sondern ist offen für interessierte Podcaster und vor allem solche, die es werden wollen. Über die Zeit wird so ein breites Themenspektrum mit Formaten und Sendungen rund das Segeln entstehen. Mitmachen kann und soll jeder, der mit Spaß und Interesse eigene Projekte realisieren, und diese gebündelt mit Gleichgesinnten hier veröffentlichen möchte. Egal ob Bootsbauer, Weltumsegler, Segelmacher, Regattaskipper oder einfach nur begeisterter Segler, der aus diversen Themen Inhalte für seine Sendung heraussucht. Du hast Lust mitzumachen? Dann melde Dich hier!

Hut ab Hinnerk & gutes Gelingen!

Empfehlung N°3: Hörsuppe

Okay, oben schrieb ich ja noch etwas von zwei Empfehlungen. Es sind auch zwei Podcasts, die ich hier empfehle. Zu guter letzt möchte ich es mir aber nicht nehmen lassen Euch noch etwas an’s zu legen, dass zum Thema Podcasting mittlerweile durchaus dazu gehört, nämlich das Projekt/die Website/Die Redaktion der Hörsuppe. Auf der Website berichtet Christian mit einem schier endlosen Elan über „Neues aus der deutschen Podcastszene“ – er bloggt aber nicht einzeln über erschienene Folgen, sondern bastelte auch einen Kalender der Sendetermine, einen Live-Link und eine Jukebox mit deren Hilfe man sich per Zufall mit einer aktuellen Podcastfolge irgendeines Podcast beschallen lassen kann. Einfach nur durch der Mann! 😉

Respekt, Christian!

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In eigener Sache: collaborativerockers.de „infiltriert“

Heute hatten wir drüben beim Collaborativerockers Podcast einigen Ärger durch schadhaften Code, der durch Fremdzugriff auf unserem Server gelandet ist. Ich hab das Problem drüben beschrieben und crossposte das hier zur Sicherheit:

Rockers!

Was ein Tag für jemanden wie mich, der zwar ein wenig Ahnung von der Materie „Sicherheit im Internet“ hat und sich seit einigen Jahren auf einer eher abstrakten Ebene der IT-Sicherheit bewegt, aber dann doch schnell an seine Grenzen kommt, wenn es um Code-relevante Sachen geht. Ich will versuchen, auch ohne tiefergehende IT-Kenntnisse, zu beschreiben, was heute vorgefallen ist und wie wir mittlerweile reagieren konnten.

Heute fiel einem Hörer (danke André für die schnelle Reaktion!) auf, dass der bei Facebook via der RSS Graffiti App gepostete Link auf diesen Beitrag gar nicht auf den Beitrag führte, sondern auf eine merkwürdige russische Domain (.ru) mit Malware-Inhalt umgeleitet wurde. Diesen Fehler konnten diverse Leute mit verschiedenen Browsern reproduzieren (vor allem Firefox und Safari diverser Versionen waren davon betroffen). Nach diversen Stunden der Suche und des Diskutierens (Achtung, der Link geht auf mein Facebook-Profil) konnten wir (vor allem die anderen) den Fehler auf das Folgende herunterbrechen (Stand heute Abend am 15.02. // und Achtung, dies ist eine Laienbeschreibung von mir):

Anscheinend ist die Website collaborativerockers.de einem Hacking-Skript der Art C99-Shell (nagelt mich nicht auf einzelne Begrifflichkeiten fest) „zum Opfer gefallen“. Dabei wurde anscheinend durch eine Sicherheitslücke im Mobile Detector Plugin für WordPress ein mit schadhaftem PHP-Code manipuliertes GIF auf den Server geladen (timthumb Avatar-Funktion von Mobile Detector?), was wiederum Vollzugriff auf alle Dateien unter collaborativerockers.de erlaubte – hier findet man den extrahierten Quellcode des schadhaften GIF’s. Durch das dadurch ermöglichte Hochladen einer mit Schadcode manipulierten PHP-Datei auf den Server in das Standard-Upload-Verzeichnis wp-content/uploads/ (das viele selbstgehostete WordPress-Installationen nutzen), erlaubte die Shell-Datei den Vollzugriff (geänderte Rechte) und die Manipulation der .htaccess. Diese modifizierte .htaccess-Datei beinhaltete dann eine Auflistung von Referern, von denen der User auf einen Link zu collaborativerockers.de klickte, aber auf die russische Domain umgeleitet wurde. Unter diesen Referern waren u.a. Facebook, Google, Bing, Ask etc. gelistet und wer z.B. bei Facebook auf den Link geklickt hat, wurde instantan nach .ru umgeleitet. Zudem wurde diese Umleitung als permanent in ein Cookie geschrieben (301 redirect), sodass alle folgenden Zugriffe direkt auf der russischen Domain landete, solange die schadhaften Dateien auf dem Server und die Cookies beim Besucher lagen und diese gecleared wurden.

UNSERE REAKTION

Wir haben mittlerweile die schadhaften PHP-Dateien entfernt, die .htaccess wieder von den Eingriffen bereinigt, das Plugin Mobile Detector entfernt, alle Passwörter geändert und die WordPress-Installation auf die aktuelle Version 3.3.1 aktualisiert und für’s erste ein Standardtheme eingestellt. Bis auf weiteres werden wir dabei bleiben und uns dann sukzessive um die Umsetzung eines neuen (und ohnehin schon lang geplanten) Designs kümmern!

HINWEIS FÜR EUCH BESUCHER

Wir würden Euch empfehlen die für die collaborativerockers.de angelegten Cookies zu löschen, damit die darin festgeschriebenen Redirects entfernt werden. Dann sollte die Seite wieder funktionieren. Wie wir leider feststellen mussten, beinhaltete die russische Domain auf die der Redirect zeigte wohl Malware (Trojaner), der sich eventuell im Hintergrund auf dem System installieren konnte. Hier ist unser Wissen noch sehr begrenzt, daher lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt schlecht sagen, was diese Schadsoftware genau tut. Eventuell beeinträchtigt sie aber das installierte Antivirenprogramm (eventuell erkennbar durch einen Prozess av1), das können wir aber noch nicht in Gänze beurteilen und melden uns, sobald wir etwas Genaueres wissen. Es schadet jedoch sicher nicht – wenn man auf der russischen Domain gelandet ist – auch einmal ein frisches Antivirenprogramm über das eigene System laufen zu lassen!

REICHWEITE UND ERKENNUNG

Aus unserer, nach dem derzeitigen Stand, vorsichtigen Einschätzung könnte der heute aufgetretene Exploit kein Einzelfall sein und selbstgehostete WordPress-Installation (evtl. ältere Versionen der Software), die mit dem Mobile Detector Plugin arbeiten, betreffen. Es gibt wohl auch ein CVE in diese Richtung. Wenn Euch etwas verdächtig vorkommt, dann schaut einmal nach diesen Anzeichen:

  • unnatürlich große .htaccess (in meinem Fall war sie ca. 2700Byte groß anstelle von 260Byte)
  • PHP-Dateien im Upload-Ordner wp-content/uploads/

Es tut uns sehr leid, dass dieser Fehler bei uns aufgetreten ist, eine ernstgemeinte Entschuldigung geht vor allem an alle Besucher dieses Blogs, die eventuell durch diesen Fehler beeinträchtigt wurden! Wir arbeiten daran noch mehr Erkenntnis zu gewinnen, diese anständig zu dokumentieren und dann hier zur Verfügung zu stellen sowie die entsprechenden Personen/Programmierer zu informieren.

Ein herzliches Danke von uns geht an AndréMarkusPeter (Bootschaft) und Andi (meinem Hoster) sowie alle stillen Helfer im Hintergrund, ohne die wir heute wirklich aufgeschmissen gewesen wären!

Wenn Euch noch etwas auffällt, wir etwas übersehen haben, sich weiterhin komische Fehler abbilden, oder irgendein wie auch immer geartetes Problem auftritt, zögert bitte nicht uns zu hier in dem Kommentaren, via Twitter oder via Mail kontakt [ät] collaborativerockers [punkt] de zu kontaktieren!

Cheers, Eurer crM

Wir haben die anderen WordPress-Installationen wie diese hier, die Transienten Sichten und die Scientists-in-Progress kontrolliert, hier sollte alles in Ordnung sein. Sollte Euch dennoch irgendeine Unregelmäßigkeit auffallen, dann lasst es mich bitte wissen – Ihr erreicht mich hier in den Kommentaren, via Twitter oder via Mail fromm [ät] mfromm.de [punkt] de. Danke!

Update (16.02.2012, 15:15 Uhr): Unser Admin des Vertrauens hat mittlerweile einen eigenen Blogpost geschrieben und das Geschehen aus seiner Sicht, und sicher technisch versierter als ich, beschrieben.

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Reden lernt man durch reden

Deutsch by Cuito Cuanavale

Deutsch (© by Cuito Cuanavale)

In diesem Blog diskutiere ich ja vor allem Themen rund um die Wissenschaftskommunikation. Jaja, ich weiß, der Veröffentlichungsrythmus könnte besser sein! 😉 Vor meinem eigene Hintergrund des jahrelangen Studiums der Englischen Philologie, und besonders der Englischen Linguistik (meiner Spezialisierung innerhalb der Engl. Phil.), möchte ich aber heute einen kurzen, expliziten Hinweis auf eine Podcast-Folge des Podcasts WRINT von Holger Klein (@holgi) geben.

In der kürzlich veröffentlichten Folge 27 von WRINT hatte Holger den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch virtuell zu Gast und die beiden mäanderten rund um das Thema Sprache. Anatol ist nicht nur Professor für Englische Linguistik an der Uni Hamburg, sondern auch Sprachblogger und damit wohl überaus qualifiziert für dieses Thema. Im Verlauf des Gesprächs kommen Holger und Anatol auch auf die Petition von Anatol zu sprechen, die vom ihm als „Gegenentwurf“ zur Petition des Vereins Deutscher Sprache e.V. für die Aufnahme von Deutsch als Landessprache ins Grundgesetz initiiert wurde. Diese Petitionen kamen am 07. November gemeinsam zu einer ersten Verhandlung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, die erste Reaktion seitens des Petitionsausschusses ist aber eher verhalten – man steht der Aufnahme von Deutsch als Landessprache in das Grundgesetz eher skeptisch gegenüber. Die Argumentation vor dem Ausschuss ist aber durchaus sehenswert, sie ist in der Mediathek des Parlamentsfernsehens abrufbar.

Einen kleinen Wermutstropfen für mich, aber eine sehr gute Nachricht für alle Studenten der Linguistik an der FU Berlin erfährt man dann noch am Ende von WR027, denn wie es aussieht, wechselt Anatol an die FU Berlin.

Abschließend möchte ich noch die Blog-Tipps aufgreifen, die ich selbst auch lese. Sprach- und besonders auch Linguistikinteressierte werden fündig und gut unterhalten bei: */ˈdɪːkæf/ von Susanne Flach, [ʃplɔk] von Kristin Kopf und natürlich dem Sprachlog von Anatol Stefanowitsch. Einen Blick lohnt übrigens auch immer Neusprech.org von Martin Haase und Kai Biermann.

Bildnachweis: Deutsch by Cuito Cuanavale on Flickr.com.