Leseempfehlung zum Umgang zwischen Journalismus und PR

Ich lese Michael Sonnabend schon eine ganze Weile, folge seinen Aktivitäten auf vielen Kanälen, konnte ihn bereits kurz treffen und schätze seine Meinung sehr. Darüber hinaus halte ich ihn für einen sehr guten Schreiber und möchte hier deswegen auf seinen kürzlich veröffentlichten Text „Schmeißt Eure Pressemitteilungen weg!“ verweisen, den ich für absolut lesenswert halte und dessen Kernaussage ich in den meisten Fällen sofort unterschreiben würde:

…Wo der ausgelaugte Medien-Mainstream herrscht, ist selbst für gute PR kaum noch Platz. Bald muss man sich als PR-Verantwortlicher fragen, ob es überhaupt so attraktiv ist, gute Themen immer schlechter werdenden Medien anzudienen. Ein gutes Thema in einem schlechten Medium entwertet vor allem das Thema…

Guter PR muss es heutzutage gelingen, jene besondere Sprache zu sprechen, deren Verlust man bei den Medien so beklagt. Wenn sich die Medien nicht trauen, Ecken und Kanten zu haben, so muss die PR den Mut haben, neue und eigene Wege zu gehen…

Schmeißt Eure Pressemitteilungen weg. Geht Euren eigenen Weg. Dann werden sie Euch folgen.

Eine extrem wichtige Voraussetzung für das Gehen eigener Wege, das Beschreiten von noch nicht ausgetretenen Pfaden und der Findung neuer medialer und vor allem inhaltlicher Formate für (Wissenschafts-)Kommunikation dürfte dann also neben der Einstellung der PR-Profis vor allem der Mut und eine gewissen Risikobereitschaft der obersten Entscheider sein. An innovativen Ideen mangelt es aus meiner Sicht selten – wenn sie auch nicht immer in den Führungsetagen zu finden sind, sondern ein wenig weiter die Hierarchieleiter hinunter!

Veröffentlicht von Matthias

Born '81. Berlin-based. Science Fan | Open Science Enthusiast | Podcaster Science Communication & -PR | Education & E-Learning | Rock'n'Roll | Metal | Sailing | Podcasting Jack of all trades, master of none.

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