Mysterium: Sound und Technik

Drüben bei den Collaborativerockers hab ich gestern mal das Aufnahme-Setup beschrieben. Dieses Setup werde ich auch für den an dieser Stelle geplanten Podcast nutzen, daher beschreibe ich das Ganze auch hier noch einmal im Crossposting:

Es kommen sporadisch immer mal wieder Fragen bezüglich des Setups. An vielen anderen Stellen (z.B. hierhierhierhier und hier) ist ja auch schon was dazu gepostet worden – und dann sicher schon einiges informativer und qualitativ hochwertiger als bei uns, was uns nicht abhalten soll – ich denke aber, es kann nicht schaden, wenn wir es dem gleichtun. Das Internet kann ja nicht voll genug mit Tipps für zukünftige Podcaster sein. Daher gibt’s jetzt mal einen kurzen Post dazu, was wir benutzen und wie wir es benutzen bzw. benutzen wollen. Zuvor sollen aber ein paar Dinge nicht ungenannt bleiben:

  1. Wir sind Amateure.
  2. Wir verdienen kein Geld mit dem was wir hier tun und haben auch nicht den Anspruch dies zu tun. Dennoch wollen wir eine gute Qualität.
  3. Auch wir sind noch einiges entfernt von dem Setting und der Qualität, die wir uns vorstellen. Besonders das größere Mischpult stellt mich noch vor einige Herausforderungen, was Kanäle und Signalwege angeht.
  4. Wir benutzen maßgeblich Amateur-Equipment, das sich so nach und nach angesammelt hat.
  5. Die Herausforderung liegt nicht unbedingt im Equipment, sondern in der Verkabelung, um z.B. eine reine n-1 Aufnahme zu erzielen.

Das Equipment

Die Verkabelung (Setup)

Momentan (erwiesenermaßen funktionierendes Setup) laufen die Headsets in das R16, hinzu kommt die Audiospur aus dem Rechner (auf der Interviewpartner via Skype läuft) und ein zweites Audiogerät für Einspieler (MP3-Player oder zweiter Rechner) auf jeweils einem eigenen Kanal. Aufgenommen wird dann wahlweise auf dem R16 (8GB SD) oder das R16 fungiert als USB-Audio-Interface und aufgenommen wird auf einem Rechner. Dieses Setup bringt jedoch die Nachteile mit sich, dass ich via Skype kein schönes Signal zurückgeben kann (kein mix minus 1) und dass die Audioqualität der Einspieler von den genutzten Geräten und Kabeln beeinflusst wird.

In Zukunft soll es aber einen klare „mix minus 1“ (N-1) Aufnahme geben, dafür soll der große X1222-Mixer herhalten. Bei diesem dürfte man eigentlich über die verschiedenen Aux-Einstellungen auch einen solchen Mix erzeugen können. Somit dürfte sich das Problem mit dem Rücksignal für Skype, als auch mit einem qualitativ guten Main-Mix-Signal für die Aufnahme und Streaming meistern lassen.

An dieser Stelle probiere ich gerade herum. Das Ergebnis werde ich hier auf jeden Fall dokumentieren und wenn sich ein funktionales Setup und Wiring gefunden hat, dann stelle ich es hier auch gern detailliert dar. An dieser Stelle sind wir natürlich ebenso dankbar für Tipps und Tricks jeder Art (immer rein in die Kommentare)!

Die Audiobearbeitung (Postprocessing)

Bisher kam für die Bearbeitung immer Audacity und CNC Levelator zum Einsatz, damit fährt man auf jeden Fall nicht allzu schlecht. Mit dem neuen Equipment (gerade das X1222 und das MacbookPro) probiere ich gerade einige andere Software aus. Hier mal einen kleine Liste

Von den Schritten her ist’s bisher auch recht grundsätzlich: hinten und vorn die Luft wegschneiden, Normalisieren, Komprimieren, Normalisieren, Ausspielen in WAV oder AIFF (für Levelator), Auspegeln (Levelator), Ausspielen in MP3.

Wie schon gesagt, das gesamte Setup und Processing (Verkabelung, Signalwege, Nachbearbeitung) ist noch im Probierstadium. Sobald wir eine taugliche Variante gefunden haben, wird diese hier verbloggt. Für Tipps sind wir aber immer dankbar!

Ganz zum Schluß ein Tipp, den alle Podcaster und Podcastfans sehr wahrscheinlich schon kennen, der hier aber trotzdem nicht unerwartet bleiben soll: Der Lautsprecher. In Kurzform: Tim Pritlove erklärt die ganzen vielen Aspekte des Podcastings. Und zwar Stück für Stück.

Natürlich bin ich auch an dieser Stelle hier im Blog für Hinweise und/oder Tipps in den Kommentaren dankbar!

Veröffentlicht von Matthias

Born '81. Berlin-based. Science Fan | Open Science Enthusiast | Podcaster Science Communication & -PR | Education & E-Learning | Rock'n'Roll | Metal | Sailing | Podcasting Jack of all trades, master of none.

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5 Kommentare

  1. Ich würde als erstes den Levelator rauslassen, der bügelt nur alles gleich und macht den Sound dumpf. Bei dem ganzen Zeug, dass du da raufwirfst, sollte das auch so tun.

    Zur n-1: Ich mache das über einen kleinen Zusatzmixer (ca 30€ bei T.). Setup ist wie folgt: Kabel aus dem Rechner ist ein Miniklinke > 2 Monoklinke. Ein Mono geht ins Zoom, dass andere in das Minimischpult. Auf dem Zoom wird die Spur der Monoklinke aufgezeichnet. Dazu ist der Gainknopf soweit offen wie möglich, und der Schieberegler ist zu.

    Das Signal aus dem Pult geht aus dem Kopfhörerausgang über ein große Klinke > kleine Klinke in den Rechner auf dem Skype läuft und Skype wird gesagt, dass es den Line In als Mikro nehmen soll.

    Das Monitor-Out vom Zoom geht dann in das Extramischpult, dort werden beide Signale zusammengemischt und auf den Kopfhörer (und bei Bedarf in einen Stream) geworfen.

    As simple as that. 😀

    (PS: Ich bastel auch gerade an einer reinen Softwärelösung mit Hilfe von Ardour und Soundflower, habe aber noch Probleme dem Skype mehr zu geben, als nur das Mikro.)

  2. Moin Markus!

    Ich danke Dir für Deinen Kommentar und die Tipps, oder eher die Anleitung! 😉 Ich sehe schon, es wird auch bei meinem Setting in einer Kabelschlacht enden… Ich probiere auf jeden Fall mal ein bißchen rum und dokumentiere an dieser Stelle auf jeden Fall dann auch.

    Ardour kannte ich bisher noch gar nicht. Bietet das, mal abgesehen vom Open Source Fakt, irgendwelche frappierenden Vorteile gegenüber den oben erwähnten?

    Cheers,
    Matthias

  3. Ich hab Cubase und Live nie verstanden. Ardour ist das erste Programm dieser Art, bei dem ich innerhalb einer Stunde zu nem Ergebnis gekommen bin. 🙂

  4. Ja das kann ich gut verstehen. Ich hab mit Live sozusagen meine ersten Erfahrungen (noch vor z.B. Magix und Audacity) im Proberaum gemacht – für Musik ist’s in der Tat nicht so schlecht.

    Ein Pluspunkt bekommt Ardour allerdings für das Vertriebsmodell – das „Pay if you want“ ist einfach sympathisch. Und dürfte sich auch durchaus lohnen, wenn man solche Funktionen wie Audio-Presets oder Plugins haben will. Ich bin gespannt mal was von Dir zu hören/lesen was Deine Erfahrungen mit damit betrifft!

  5. Pingback: All wired up!
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